Publications of Distributed Systems and Information Systems

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2005200420032002200120001999199819971996199519941993


Verteilte Systeme und Informationssysteme (VSIS)

Vogt-Kölln-Straße 30 / Haus F, D - 22527 Hamburg

Tel.: +49-40-5494-2422, Fax: +49-40-5494-2328

http://vsis-www.informatik.uni-hamburg.de

1. Zusammenfassende Darstellung

Mitglieder des Arbeitsbereichs

ProfessorInnen:

Dr. Winfried La­mers­dorf (AB-Leiter), Dr.-Ing. Norbert Ritter

Assistenten/Wiss. MitarbeiterInnen:

Dipl.-Inform. Tobias Baier (bis 31.01.2005), Dipl.-Inform. Lars Braubach, Dipl.-Inf. Martin Husemann, Dipl.-Math. Iryna Kozlova, Dipl.-Inform. Christian Philip Kunze, Dipl.-Inform. Alexander Pokahr, Dipl.-Inform. Andrzej Walczak (seit 01.08.2005)

DoktorandInnen

Dipl.-Inform. Kathleen Krebs, Dipl.-Inform. Jan Sudeikat, Dipl.-Inform. Harald Weinreich, Dipl.-Inform. Christian Zirpins

Technisches und Verwaltungspersonal:

Anne Awizen (fremdsprachl. Angestellte), Dipl.-Ing. (FH) Volker Nötzold (Systemunterstützung)



Allgemeiner Überblick

Der Arbeitsbereich VSIS umfasst zwei Teilgruppen, die jeweils eigenständig auf zwei unterschiedlichen aber thematisch verwandten Themengebieten forschen und lehren: dem Gebiet der „Verteilten Systeme“ (VS), geleitet von Prof. Dr. W. Lamersdorf, sowie dem Gebiet der „Datenbanken und Informationssysteme“ (IS), geleitet von Prof. Dr. N. Ritter.

Dabei wird im Bereich VS schwerpunktmäßig die Konzeption, prototypische Implementierung sowie der Einsatz und die Anwendung von Systemsoftware zur Unterstützung offener verteilter Anwendungen betrachtet; der Bereich IS beschäftigt sich vorrangig mit Entwurfs- und Implementierungsfragen von Informations-, Datenbank- und Datenbankverwaltungssystemen – speziell Modellierungs-, Architektur- und Realisierungskonzepten zur Unterstützung von komplexen Anwendungsbereichen.

Da die Komplexität aktueller Anwendungen beider Teilbereiche im Wesentlichen auf Probleme der Heterogenität und Verteilung zurückzuführen ist, ergänzen sich beide Teilbereiche gegenseitig und greifen thematisch ineinander. Exemplarische gemeinsame Arbeitsgebiete sind zurzeit vor allem aktuelle Systemtechnologien wie derzeit vor allem das „Service Oriented Computing“ bzw. „Web-Services“ oder „GRID-Computing“ sowie Anwendungsgebiete wie etwa das sehr praxisrelevante Gebiet des „Electronic Business“ (oder allgemeiner: der „E-Services“) und u.a. verteilte, elektronische Informationssysteme oder kom­plexe Ingenieuranwendungen.

All diese Anwendungsbereiche können wie folgt charakterisiert werden:

  • Grundlage bilden immer leistungsfähigere und weiter verbreitete Informations- und Kommunikationstechnologien, wie z.B. das Internet.

  • Softwaresysteme zur Unterstützung dieser Anwendungsbereiche sind schon lange keine monolithischen Gebilde mehr, sondern setzen sich jeweils aus einer Vielzahl von (generischen System-) Softwarekomponenten zusammen, die entweder durch Anpassung bereits vorhandener Bausteine oder durch (möglicherweise sogar dynamisch zu entscheidende) Inanspruchnahme entfernter, z.B. über das Internet angebotener Dienste bereitgestellt werden.

  • Es existieren jeweils spezifische Datenstrukturen und (Datenverarbeitungs-) Routinen, die eine Einbindung mächtiger, erweiterbarer und damit flexibel anpassbarer Datenverwaltungskomponenten erfordern.

  • Spezialisierung und Verteilung sind nicht nur Merkmale der Komponenten, die solche Anwendungssysteme bilden, sondern treffen auch auf Benutzer bzw. Benutzergruppen zu, die in der Anwendung dieser Systeme zusammenarbeiten, so dass neue Formen der Kooperation und Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Benutzer/System-Konstellationen entstehen.

Diese Merkmale verdeutlichen weiter, wie elementar eine enge Zusammenarbeit der Teilbereiche VS und IS hinsichtlich der Bereitstellung geeigneter Basisdienste sowie der Entwicklung und Nutzung solcher Anwendungssysteme ist.

Haupt­ziel der Arbeiten im Bereich VS sind Entwurf, Imple­men­tierung, Erprobung und Anwendung von neu­ar­tiger System­software für ver­teil­­te Rechneranwendungen in heterogenen offenen Umgebungen. Dies umfasst u.a. die Unterstützung des Zugangs zu Diensten in offenen verteilten Umgebungen unter Berücksichtigung vielfältiger – sowohl technischer als auch nicht-technischer – Unter­schiede einzelner Komponenten (z.B. bzgl. Herkunft/Eigentumsverhältnissen, Zugehörig­keit, Realisie­rungs­varianten, Interessenslagen etc.), das Finden und ggfs. auch das Aushandeln von jeweils „zusammenpassenden“ Eigenschaften von poten­tiellen Ko­o­perationspartnern (d.h. von Personen, Rollen, Institutionen ebenso wie elementaren oder zusammengesetzten Diensten) im laufenden Betrieb – inkl. der Sicherstellung der Einhaltung getroffener Abma­chungen – sowie die verteilte Koordination diverser Steuerungs- und Regelungsaufgaben (wie z.B. in der Logistik) mit geeigneten (System-) Softwaresystemen – wie z.B. auf dem Paradigma der Agententechnologie aufbauend.

Hauptziel der Arbeiten im Bereich IS sind die Schaffung integrierter Sichten auf verteilte, heterogene Datenquellen, die als Komponenten des verteilten Anwendungssystems auftreten, sowie die Bereitstellung geeigneter Erweiterungsinfrastrukturen zur Ermöglichung einer spezifisch optimierten Datenhaltung und -bereitstellung .

Damit ergänzen sich die Bereiche VS und IS offensichtlich. Weitere Synergien werden durch die Beschäftigung mit gemeinsamen Aufgabenfeldern geschaffen, wie z.B. einer fehlertoleranten und sicheren Gestaltung der Abläufe in verteilten Anwendungssystemen sowie alle Fragen des Datenaustauschs bzw. der Einbindung von Softwaresystemen in das Internet.

Forschungsschwerpunkte im Bereich „Verteilte Systeme“

Wichtigste technische Grundlage für die integrierte Nutzung von Diensten in offenen ver­teil­ten Umgebun­gen sind die Netz- und Kommunikations­technologien, die nicht nur schnelle und zuverlässige Datenkommunikationstechniken realisieren, sondern darüber hinaus die Nutzung von fast beliebigen ent­fernten Diensten in heterogenen verteil­ten Umge­bungen erst effizient ermöglichen. Auf dieser Basis ent­steht auf Anwendungsebene ein offe­ner elektronischer Markt von Dien­sten, in dem Diensterbringer (Server) dedizierte Funk­tionen (wie z. B. Da­tenbankdienste) über wohl definier­te Schnitt­stel­len einer Vielzahl von externen Dienst­neh­mern (Clients) zur Ver­fü­gung stellen (Service Oriented Architecture, SOA). Bei der technischen Unterstützung derartiger dienstorientierter Marktszenarien spielen an­wen­dungs­spe­zi­fische Kom­mu­nika­tions­unter­stützung, dedizierte Diens­te sowie diese unterstützende generi­sche Systemplattformen und -funktionen zur Unterstützung von Dienst­aus­wahl, -vermittlung und -verwaltung (wie z.B. Standard-Mid­dle­wa­re-Plattformen wie etwa Web Services) und zur Dienstintegration (im Sinne verteilter Componentware) und Dienst­ko­or­di­nation (im Sinne eines verteilten Work­flow Managements) eine wich­tige Rolle. Gerade im Kontext elektronischer Märkte muss jedoch auch die Möglichkeit zur Individualisierung von Softwareanwendungen für alle Markt­teilnehmer erhalten bleiben; dies gilt beispielsweise für innovative Verhandlungsproto­kolle, Vertrags­schab­lo­nen oder (meist verteilt ablaufenden, z.T. organisationsübergreifende) Geschäftspro­zesse.

Um so in verteilten Umgebungen entfernte Dienste effizient für die Realisierung arbeitsteilig organi­sier­ter verteilter Anwendungspro­gramme nutzen und miteinander kombinieren zu können, müssen Client/Server-Ko­operationen von ge­eig­ne­ten generischen Systemdien­sten an­ge­mes­se­n un­ter­stützt wer­den. Die Kom­ple­xi­tät der dabei an­fal­len­den Pro­ble­me be­ruht u. a. auf der He­te­ro­ge­ni­tät und Of­fen­heit der ver­wen­de­ten Net­ze und Diensterbringer so­wie der Dis­kre­panz zwi­schen mög­lichst pa­ral­lel zu un­ter­stüt­zen­den In­te­gra­tions- und Au­to­no­mie­an­for­de­run­gen der be­tei­lig­ten Kno­ten. An­ge­strebt werden dementsprechend Unterstützungsmechanismen, die ei­nerseits mög­lichst hohe lo­ka­le Au­to­no­mie erlauben andererseits aber auch die In­te­gra­tion von Dien­sten in het­er­o­ge­ne und of­fe­ne ver­teil­te Um­ge­bungen ermöglichen – zwei komplementäre Ziele, die häufig nicht gleichzeitig zu erreichen sind. Ei­ne we­sent­li­che Ba­sis da­für bil­den – oft noch zu ent­wickeln­de – möglichst vielseitig verwendbare Sy­stemfunktio­nen und -­schnitt­stel­len, Kom­mu­ni­ka­­tions­­pro­­to­kol­le so­wie anwendungsspezifische systemtechnische Werk­zeuge. Einerseits müs­sen hier Dienste und Protokolle so weit vereinheitlicht sein, dass ein hoher Grad an Wiederverwendbarkeit und Interoperabilität erreicht werden kann; an­derer­seits soll aber auch die In­dividua­lität inno­vativer Dienste gewährleistet bleiben, die ja oft einen wich­­tigen An­reiz darstellt, diese in offenen Märkten (vor allem kommerziell) anzubie­ten.

In früheren Jahren wurden auf diesem Forschungsgebiet u. a. anwendungs­nahe Kommunikationsfunktionen für ver­teil­te (Dienst-) Grup­pen und de­ren Ko­o­pera­tions­be­dürfnis­se, geeignete Repräsentationsformen für die Dienst­spezifikationen, ergän­zende Notariats-, Sicherheits- und Abrechnungsfunktionen sowie eine gemein­same Plattform für System­komponenten zur Unterstützung des Zugangs zu entfernten Diensten in offenen ver­teilten Um­gebungen ent­worfen und prototypisch realisiert. Daneben wurden in unterschiedlichen Projektzusammenhängen erweiterte Trading- und Broker-Funktionen konzipiert und auf unterschiedlichen (Standard-) Middleware-Plattformen implementiert. Dabei wird der Zugang zu bekannten Diensten i. d. R. durch spezielle Sy­s­tem­funk­tionen zur Spezifikation, Spei­cherung und Kon­trol­le von Dienstangeboten auf der Grund­lage standar­disierter Schnittstellen und Protokolle unterstützt; zur Beschreibung und Verwaltung von beliebigen (d.h. bisher noch unbekannten) Dienstange­boten in heterogenen Netzen sowie zum Zugang zu derartigen Diensten wurden u.a. Generische Client-, Repository- und Browser-Kom­ponenten ent­worfen und implementiert. Diese unterstützen Dienstnehmer beim Zugriff auf beliebige entfernte Diensterbringer in offenen Umge­bun­gen entweder automatisch oder in­teraktiv. Ein wichtiges Thema im Anwendungsgebiet E.-Bu­si­ness/E-Commerce ist zudem die (system-) technische Unterstützung des Aushandelns, des Ab­schlusses sowie der Ausführung von Verträgen mit verschiedenen, autonomen Partnern in offenen verteilten Umgebungen (wie z.B. im Intra- oder Internet).

Darüber hinaus ist auch die Koordi­nation und Kon­trolle komplexer verteilter Dienst­e und An­wendungs­vor­gänge (d.h. die Dienstkoordi­na­tion und -kontrolle im Sinne eines verteilten Activity bzw. Work­­flow Management) wichtig sowie die generelle Steuerung verteilt ablaufender Funktionen und Anwendungen mit unterschiedlichen Charakteristika durch Mechanismen und Systemfunktionen von entsprechenden (dezentralen) Koordinationsmechanismen (wie z.B. Multiagentensystemen) oder Policy Management-Kom­ponenten. Die konsequente Weiterentwicklung dieser Technologie führte zu verallgemeinerbaren verteilten Com­po­nent­ware-Architekturen, die effiziente Realisierungen verteilter Anwendungen auf der Basis bereits (z.B. irgendwo im Netz) existierender Software-Komponenten erst ermöglichen.

Dazu bekommt auch der Zugang von mobilen Ge­räten unterschiedlicher Art (vom Mobiltelefon bis hin zum PDA) aus und von nahezu beliebigen Orten zu Diensten und Komponenten verteilter (z.B. Informations-) Systeme – wie etwa Börseninformationssystemen, „News“- oder auch Reise(büro)anwendungen – und die ortsabhängige Steuerung von (verteilten) Anwendungen eine immer stärkere Bedeutung.

Schließlich sind nach wie vor auch Fragen geeigneter Benutzungsschnittstellen für derartige Anwendungen von großer Be­deutung und werden deshalb auch in laufenden Arbeiten und Projekten mit berücksichtigt.

Zur Implementierung der genannten Systemkomponenten werden jeweils aktuelle Technologien (wie z.B. Java, Web Services, SOA, GRID Computing, Mo­bile Agenten und Multiagentensysteme, Workflow Management-Systeme, Telekollaborationswerkzeuge etc.) eingesetzt, wei­terentwickelt und eva­luiert. Allen praxisnahen For­schungs­arbei­ten liegen zudem - soweit vorhanden und re­levant - jeweils aktuelle internationale Standards (wie z.B. SOA, Web Services, FIPA, CORBA, ODP, WAP, UML, MDA etc.) zu­grunde, an deren Weiterentwicklung auch selbst mitgearbeitet wird.

Schließlich wird auch durch die aktive (Mit-) Gestaltung von Workshops, Tagungen und Kongressen versucht, diese Forschungsarbeiten auch im internationalen Kontext voranzutreiben: So wurde u.a. 1998 die erste internationale IFIP Working Conference zu „Trends in Distributed Systems for Electronic Commerce“ in Hamburg initiiert, inhaltliche gestaltet und ausgerichtet; 2001 wurde in Zusammenarbeit mit der TUHH in Hamburg die 13. Konferenz „Kommunikation in Verteilten Systemen“ (KiVS 2001) der GI/VDE ITG-Fach­gruppe ‚Kommunikation und Verteilte Systeme’ durchgeführt und inhaltlich gestaltet; 2004 wurde das Programm der 4. Internationalen Konferenz „eCommerce, eBusiness und eGovernmant“ (I3E04) als Teil des 18. IFIP Welt-Computer-Kongresses in Toulouse, Frankreich, verantwortlich mitgestaltet; 2005 wurden sowohl die 3. Konferenz zu „Multiagent System Technologies“ (MATES05) in Koblenz als auch die Workshops der 3. „Int. Conference on Service Oriented Computing“ (ICSOC05) in Amsterdam an verantwortlicher Stelle mit­gestaltet; 2006 sollen diese Aktivitäten im Rahmen des (Co-) PC-Chairs der ICSOC06 in den USA fortgeführt werden.

Forschungsschwerpunkte im Bereich „Datenbanken und Informationssysteme“

Die IS-Forschungsschwerpunkte lassen sich in die nachfolgend angeführten Blöcke einteilen, wobei der zweite Block die Hauptausrichtung der aktuellen und geplanten Arbeiten darstellt.

Objekt-Relationale Datenbanktechnologie erfordert weiterhin einen hohen Bedarf an Forschungsarbeit. Grundsätzliche Fragestellungen lauten: Wie sieht eine geeignete Verschmelzung objektorientierter und relationaler Datenmodelle aus? Welche Möglichkeiten sollte die von einem ORDBVS anzubietende Erweiterungsinfrastruktur bieten, d. h., welche (internen) Verarbeitungsvorgänge sollten bei der Erweiterung des ORDBVS um Anwendungsfunktionalität angepasst werden können? Wie kann der Anwendungsentwickler bei der Entwicklung ORDB-gestützter Anwendungssysteme unterstützt werden, d. h., kann ihm die schwierige Entscheidung abgenommen werden, ob ein Anwendungsmodul als DB-Server-Er­wei­te­rung oder außerhalb des DB-Servers, z.B. als Application-Server-Modul, realisiert werden sollte, und kann die Entwicklung durch generische Werkzeuge unterstützt werden. Neben der weiteren Ausgestaltung des Datenmodells und der Untersuchung der formalen Grundlagen der Integration von relationalen und objektorientierten Konzepten spielen damit die Gestaltung und die Nutzung von Erweiterbarkeit die wesentliche Rolle. Der augenblickliche Stand der Technologie ist, dass beliebige Funktionalität in den DB-Server hinein verlagert aber nicht ausreichend mit den internen Verwaltungskomponenten eines DBVS integriert werden kann. Hier besteht also einerseits Bedarf zu untersuchen, welche Anteile von Anwendungsfunktionalität effizient integriert werden können und inwieweit andererseits eine bessere Integration dieser Funktionen mit der internen Verarbeitung zu Effizienzsteigerungen führen kann. Dazu sind Konzepte zu entwickeln, die unter anderem auch durch empirische Untersuchungen (Messungen) nachgewiesen werden müssen.

Web-basierte Informationssysteme und Information Integration. Der aktuelle Standard SQL:2003 für objekt-relationale Datenbanksysteme leistet mit dem Teil SQL/MED (Management of External Data) einen Beitrag zum sehr aktuellen Problem des Information Integration. Sehr viele Anwender stehen vor dem Problem, eine Vielzahl von Systemen/Datenquellen integrieren zu müssen, um sie effizient nutzbar zu machen. Die Relevanz dieses Problems ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass namhafte Softwarehersteller, wie z.B. IBM, erste Produkte, die Integrationsarbeit leisten können, anbieten. Der große Vorteil der SQL/MED-Idee liegt darin, dass der Benutzer wie gewohnt seine Anfragen in SQL an ein Datenbanksystem stellen kann, in die Bearbeitung dieser Anfrage jedoch auch außerhalb des Datenbanksystems, z.B. auf externen Servern oder im File-Sys­tem, liegende Daten einbezogen werden können. Der Standard legt hierzu lediglich ein Protokoll fest, das die Kommunikation des Datenbank-Servers mit einer Komponente, die dynamisch die extern liegenden Daten einblendet, vorgibt. Hier ist jedoch weitere Forschungsarbeit nötig, um zu klären, wie diese integrierende Kom­ponente arbeiten soll. Weiterhin gilt als unbestritten, dass XML eine besondere Bedeutung in der Lösung des angesprochenen Integrationsproblems zukommt. Aus Datenbanksicht ist dabei insbesondere die integrierte Verarbeitung von (objekt-)relationalen Datenbeständen und XML-Dokumenten anzustreben. Bisher dienen SQL im Wesentlichen dem Zugriff auf (objekt-) relationale Datenbestände und Sprachen wie XQuery dem Zugriff auf XML-Datenbestände. Ein wesentlicher Beitrag zum Information Integration kann damit geleistet werden, eine DB-Engine zu konzipieren, die (objekt-)relationale und XML-Daten integriert und dem Benutzer beide Sprachen (SQL und XQuery) zum Zugriff auf den integrierten Datenbestand anbietet. Hierbei liegt eine besondere Herausforderung darin herauszufinden, inwieweit eine dynamische Anbindung von XML-Dokumenten an eine SQL-Datenbank unterstützt werden kann. Diesen Fragestellungen wird durch Entwicklung geeigneter Konzepte und deren praktische Umsetzung nachgegangen. Neben den angesprochenen Bemühungen, Integrationsarbeit durch die Datenbank-Engine zu erbringen, sind (DB-basierte) Middleware-Ansätze zu betrachten, die globale Sichten über verteilte heterogene Datenquellen zu deren integrierter Verarbeitung anbieten, wobei sowohl die eigentliche Datenintegration (strukturierte, semi-strukturierte, unstrukturierte Daten) als auch die Ablaufkontrolle (Transaktionen, Workflows) geeignet unterstützt werden müssen. Hier können zwei grundlegende Systemansätze unterschieden werden. Während Ansätze der Schemaintegration und Anfragetransformation auf ähnlichen (DB-)Konzepten und Mechanismen beruhen wie die oben angesprochene Anbindung von externen Daten an die DB-Engine, unterstützen Application-Server die Integration in allgemeinerer Form durch spezielle Middle-Tier-Technologien, wie z.B. Enterprise JavaBeans. Weiter bieten Application-Server aktuelle Mechanismen der Web-Anbindung von Informationssystemen und bilden so grundlegende Technologie für Web-Services und Grid-Data-Services. Letztere unterliegen zurzeit intensiven Standardisierungsbemühungen. Hier ist neben der Standardisierung von Schnittstellenaspekten zunächst zu untersuchen, inwieweit diese neuen Trends durch bereits existierende DB-basierte Mechanismen unterstützt werden können bzw. welche der Anforderungen an die Datenverwaltung und Ablaufkontrolle tatsächlich neue Konzepte und Mechanismen erfordern. Letzteres gilt vor allem für die Entwicklung neuer Konzepte zur konsequenten und durchgängigen Realisierung von Service-Orientierung für den Zugriff auf verteilte heterogene Datenquellen (im Grid), was auf eine dynamische Integration dieser Datenquellen hinausläuft.

Die beiden genannten Blöcke spannen den großen Bereich von der eigentlichen Gestaltung neuer Datenbanktechnologie bis hin zur Nutzung dieser Technologie in komplexen, modernen Anwendungssystemen auf und sind daher von absoluter Relevanz.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

In­du­strie & industrienahe Forschungseinrichtungen in Deutschland

  • Fraunhofer Forschungszentrum Informationstechnik, Forschungsinstitut für Offene Kommuni­kations­sys­te­me (FOKUS), Berlin

  • Gentleware AG, Hamburg

  • Poet Software GmbH, Hamburg

  • InterSystems GmbH, Darmstadt

  • Software-AG, Darmstadt

  • SinnerSchrader, Neue Informatik, Hamburg

  • InUce, Softwareentwicklung, Hamburg

  • IBM Software Group, Böblingen

  • Ponton Consulting GmbH, Hamburg - u.a.

Universitäten und Technische Hochschulen in Deutschland

  • Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) der Universität Hamburg

  • Humbold-Universität Berlin

  • Technische Universität Berlin

  • Technische Universität Kaiserslautern

  • Universität Mannheim

  • Universität Stuttgart - u.a.

Kooperationspartner im Ausland

  • University of Trento, Italy

  • University College London, UK

  • Distributed Systems Techno­logy Centre (DSTC), Brisbane, Australien

  • Hewlett-Packard Laboratories, Bristol, UK

  • IBM Database-Research San Jose, Kalifornien, USA

  • Wirtschaftsuniversität Posnan, Polen - u.a.

Ausstattung

Als ex­pe­ri­men­telle Sy­stem­um­ge­bung dient VSIS für Zwecke der Lehre und Forschung ein heterogenes lo­kales Netz, das vor allem aus PCs, eini­gen SUN-Workstations als lokalen Servern sowie aus einer SunFireV880 als DV-Server und einem Dell-Server als Windows-Server zur Versorgung von ThinClients mit Windows-basierten Diensten besteht. Auf diesem Netz sind die wichtigsten aktuell verfügbaren Komponenten verteilter Middleware und aktueller Informationssystemplattformen (wie z.B. objekt-relationale Datenbankverwaltungssysteme und J2EE-Applikations-Server) installiert. Auf diese Weise steht exem­pla­risch eine he­te­ro­ge­ne Netzum­gebung sowohl für praktisch ausgerichtete Lehrveranstaltungen als auch für Experi­men­te und Prototypentwicklungen der Forschung zur Verfügung. Mit dem Ziel einer möglichst realitätsnahen Lehre und Forschung wird dabei stets versucht, weitgehend aktuelle – auch kommerzielle – (System-) Software­installationen zur Unterstützung offener ver­teil­ter und datenintensiver Anwen­dungen einzusetzen und diese laufend zu aktualisie­ren.

Drittmittel

Projekt: „Medical Path Agents – Phase III“ (MedPAge) – ab 1.8.2004 für 2 Jahre

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im SPP „Intelligente Software­agenten und betriebswirtschaftliche Anwendungsszenarien”

Personalmittel: 1 WM (BAT IIa) + 2 stud. Hilfskräfte (laufend)

Sachmittel: € 1.000 pro Jahr


Dazu kommen noch über HITeC abgewickelte Projekte mit verschiedenen Partnern – zumeist aus der lokalen Industrie.


2. Die Forschungsvorhaben des Arbeitsbereichs

Etatisierte Projekte

a) Forschungsbereiche

Gemäß der Zusammensetzung des AB VSIS aus zwei Teilgruppen, die jeweils eigenständig auf unterschiedlichen aber thematisch verwandten Themengebieten forschen, gliedert sich auch die folgenden Darstellung in die beiden Teile „Verteilte Systeme“ (2.1) sowie „Datenbanken und Informationssysteme“ (2.2).

2.1. Verteilte Systeme: Systemtechnische Grundlagen und Anwendungen u.a. im Bereich des „Electronic Business“ bzw. „Electronic Commerce“

Baier, Tobias, Dipl.-Inform.; Bartelt, Andreas, Dipl.-Inform.; Kunze Christian Philip, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.; Zirpins, Christian, Dipl.-Inform. et al.

Laufzeit des Projektes:

in unterschiedlichen Phasen seit ca. 1993

Projektbeschreibung:

Die Forschungsaktivitäten des Forschungsbereiches „Verteilte Systeme“ befassen sich – in unterschiedlichen Phasen bereits seit Anfang der 90er Jahre – einerseits mit der Konzeption, Entwicklung und Gestaltung systemtechnischer (Software-) Infra­strukturen für verteilte Systeme, andererseits mit deren Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen – wie z.B. dem der verteilten elektronischen Dienstemärkte.

Dabei steht im Bereich der Systemunterstützung vor allem die Implementierung einer flexiblen Kommunikationsinfrastruktur als systemtechnische Grundlage für verschiedene anwendungsnähere Teilprojekte im Vordergrund, die u.a. auch auf entsprechenden aktuel­len Standards aus dem Bereich des Objektzugriffs in verteilten Systemen basiert (wie z.B. Web Services, Middleware-, Komponenten- und Agententechnologien). Darauf aufset­zend werden dedizierte Client- und Serverkom­ponenten, welche als Nutzer einer solchen Infrastruktur für verteilte Systeme a­gieren, identifiziert, spezifiziert und prototypisch implemen­tiert. Dazu wird u.a. eine systemtechnische Unterstützung der (automatischen) Vermittlung und Koordination von Diensten in offenen verteilten Systemen angestrebt. Diese zielt u.a. auf dienstvermittelnde „Brokerage“-Techniken ab – wie z.B. bei der „dynamischen“ und „n-party“ Dienstvermittlung – oder auch aktuell vor allem im Bereich des „Service Oriented Computing“ bzw. der „Web Services“.

Voraussetzung für eine solche Dienstevermittlung ist u.a. eine weit­gehende Klassi­fi­kation bzw. Standardisierung der angebotenen Funktionen und Schnittstel­len. Diese ermöglicht einen ho­hen Grad an Wiederverwendbarkeit und führt so zu si­gni­fi­kanten Ko­sten- und Zei­tersparnissen bei der Softwareent­wicklung in verteilten Systemen (Componentware). Wesentliches Ziel ist es dabei, eine integrierte systemtechnische Unterstützung der koordinierten Nutzung solcher Dienste im Rahmen exemplarischer, offener verteilter Anwendungen zu entwerfen und prototypisch zu reali­sieren. Dazu sind u.a. Unterstützungs­mechanismen für die folgenden Aufgaben erforderlich:

  • die Vermittlung und Verwaltung einer großen Anzahl und Vielfalt verteilter Dienste (Trading, Broke­rage, Web Service Management) – inkl. Umgang mit heterogenen interoperablen Dienstbeschreibungen (Typmanagement),

  • die dezentrale Koordination von Anwendungs- und Systemprozessen (z.B. auf der Basis verteilter Multiagentensysteme),

  • die Kooperation von Diensten inkl. einer geeigneten Ablaufkontrolle (Activity/Workflow Management) sowie dem Zugriff auf Dienste auch über Domänengrenzen hinweg (Interzeption) und der Dienstekomposition,

  • die dynamische Überwachung und Steuerung verschiedener Anwendungs- und Systemziele bzw. -eigen­schaf­­ten durch „generische“ Komponenten und Systemfunktionen (Policy Management).

Im Anwendungsbereich des Teilbereichs VS steht vor allem der flexible, koordinierte und sichere Aufruf entfernter Anwendungsfunktionalitäten („Dienste“) im Vordergrund: „flexibel“ u.a. aufgrund standardisierter Schnittstellen mit dynamischen Typisierung, „koordiniert“ aufgrund der Möglichkeit, ne­ben Schnittstellentypen auch Aufruffolgen zwischen Servern und deren Operationen spezifizieren zu können, und „sicher“ aufgrund einer weit reichenden Schnittstellen- und Dienstspe­zifikation sowie einer angemessenen Unterstützung von Rollen und Identitäten. Dabei befassen sich aktuelle Aktivitäten speziell auch mit Fragen der systemtechnischen Unterstützung von individuellen Rollen und Identitäten (von Personen ebenso wie von Dienstnachfragern oder -anbietern) in heterogenen verteilten Umgebungen mit dem Ziel eines möglichst (selbst) kontrollierten Umgangs mit Identitätsdaten in offenen verteilten Netzumgebungen.

Wesentlich für diesen Forschungsschwerpunkt waren in früheren Jahren vor allem Anwendungen aus dem Themenbereich Electronic Commerce bzw. Electronic Business – näher untersucht meist im Rahmen von entsprechenden Drittmittelprojektaktivitäten: so z.B. in den Jahren 1996 bis 2000 im Rahmen der durch die EU geförderten Dritt­mittel­projekte „OSM“ (ACTS) und „COSMOS“ (ESPRIT) sowie 1996 bis 2000 im von der DFG geförderten Drittmittelprojekt „DynamiCS“. Im Anwendungsbereich Elektronische Bibliotheken wurden in den Jahren 1997 bis 1999 die vom BMBF geförderten Drittmittelprojekte „GlobalInfo“ und „Medoc“ und im Bereich verteilte Umweltinformationssysteme in den Jahren 1997 bis 2000 das von der GKSS geförderte Drittmittelprojekt „TIDE“ durchgeführt. Von 2002 bis 2004 sind zum Thema „Web Services“ das von den HP Labs in Bristol geförderte Projekt „FRESCO“ (2002-2004) sowie seit 2000 (bis 2006 noch laufend) im Bereich der Anwendung von Agententechnologien auf die Krankenhauslogistik das von der DFG im Schwerpunktprogramm ‚Intelligente Software­agenten und betriebswirtschaftliche Anwendungsszenarien’ geförderte Projekt „MedPAge“ in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsinformatikern von der Universität Mannheim von Bedeutung (mehr Details dazu s.u.).

Schlagwörter:

Offene verteilte Anwen­dungen; Elektronische Märkte; Web Services; Service Oriented Computing / Architecture, Trading/Brokerage; Typ- und Identitätsmanagement; Geschäftsvorgänge und -transaktionen; Workflow Management; (Multi-) Agenten Systeme; Verteilte Kontrolle; Policy Management; Component­ware

Publikationen aus dem Forschungsbereich:

Bartelt, A.; Meyer, J.: „A Practical Guideline to the Implementation of Online Shops”, in: Proceedings of the 18th IEEE Symposium on reliable distributed systems, IEEE Computer So­ci­e­ty Press, 1999

Griffel, F.; Tu, T.; Lamersdorf, W. (Hrsg): „Electronic Commerce“ dpunkt-Verlag, Hei­del­berg, 1998, 191 pp.

Lamersdorf, W., Tschammer, V., Amager S. (Hrsg.): „Building the E-Service Society”, Proc. 4th International Conference on ‘E-Commerce, E-Business, and E-Government’, 18th IFIP World Computer Congress, Toulouse, Frankreich, Kluwer Academic Publishers, Boston/Mass., USA, August 2004, 504 pp.

Lamersdorf, W., Merz, M. (Hrsg): „Trends in Distributed Systems for Electronic Commerce“, Proc. Intern. IFIP Working Conference ‚TrEC'98‘, Lecture Notes in Computer Science (LNCS) vol.1402, Springer-Verlag, Heidelberg, 1998, 253 pp.

Merz, M: „Elektronische Dienstemärkte - Modelle und Mechanismen zur Unterstützung von Handelstrans­aktionen in offen verteilten Systemen“ Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York, 1999, 393 pp.

Merz, M: „Electronic Commerce“, dpunkt-Verlag, Heidelberg, 1999, 504 pp.

Merz, M., Lamersdorf, W.: „Crossing Organizational Boundaries with Mobile Agents in Elec­tro­nic Service Markets“: Inter­national Journal on ‘Integrated Computer Aided Engineering’, Spe­ci­al Issue on ‘Mobile A­gents’, vol. 6, no. 2, 1999, pp.91-104

Merz, M., Tu, M.T., Lamersdorf, W.: „Electro­nic Com­merce: Technologische und organisatorische Grundla­gen“, Informatik-Spektrum, Band 22, Heft 5, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, Oktober 1999, pp.328-343

Tu, M.T.; Griffel, F.; Lamersdorf, W.: „Integration of Intelligent and Mobile Agents for E-Commerce – A Research Agenda“ in: S. Kirn, M. Petsch (Hrsg.): Workshop ‚Intelligente Softwareagenten und betriebs­wirtschaftliche Anwendungsszenarien’, TU Ilmenau, FG Wirtschaftsinformatik 2, Arbeitsbericht, Nr. 14, 1999

Zirpins, C., Lamersdorf, W., Piccinelli, G.: „A Service Oriented Approach to Interorganisational Cooperation”, M. Mendes, R. Suomi, C. Passos (Hrsg.): ‘Digital Communities in a Networked Society: eCommerce, eBusiness, and eGovernment’, Kluwer Academic Publishers, Boston, 2004, pp.307-318

Zirpins C., Weinreich, H., Bartelt, A. and Lamersdorf W.: ”Advanced Concepts for Next Generation Portals”, in: Proc. First International Workshop on Web Based Collaboration (WBC'01): IEEE Computer Society Press, 2001

2.2 Datenbanken und Informationssysteme: Erweiterungsinfrastrukturen und „Information Integration“

Husemann, Martin, Dipl.-Inform.; Kozlova, Iryna, Dipl.-Math; Ritter, Norbert, Prof. Dr.-Ing.

Projektbeschreibung:

In Abschnitt 1 wurde die Ausrichtung der Arbeiten im Bereich Datenbanken und Informationssysteme beschrieben. In diesem Rahmen wurden insbesondere die nachfolgend angeführten Arbeiten durchgeführt.


Erweiterungsinfrastrukturen. Die Beschäftigung mit Fragen der Erweiterbarkeit und damit mit objekt-relationaler Datenbanktechnologie geht zurück auf die frühere Beteiligung des Arbeitsgruppenleiters am SFB 501 an der Technischen Universität Kaiserslautern. Es wurden Arbeiten zu folgenden Themen weitergeführt:

  • Objekt-Relationale Datenbanktechnologie. Eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem aktuellen Trend der Datenbanktechnologie besteht darin, die Möglichkeiten der Erweiterung objekt-relationaler Datenbankverwaltungssysteme (ORDBVS) zu untersuchen und auszubauen. Die Arbeiten zu dieser Thematik werden unter dem Na­men ORIENT (Object-based Relationship Integration ENvironmenT) zusammengefasst. Hier wurde ein Konzept zur Erweiterung von Beziehungstypen und Verfeinerung ihrer Semantik entwickelt. Zur Integration dieser Beziehungen, ihrer Operationen sowie der Kontrolle ihrer Semantik durch ein ORDBVS wurden verschiedene Ansätze im Detail untersucht. Dabei wurden Defizite hinsichtlich der Anpassbarkeit interner DBVS-Komponenten aufgedeckt und entsprechende Lösungen angedacht. Weitere Arbeiten hinsichtlich einer allgemeinen Beschäftigung mit objekt-relationaler DB-Technologie waren die Entwicklung eines objekt-relationalen Benchmarks und die Entwicklung eines auf ORDBVS ausgelegten Verarbeitungskonzepts. Ersterer bewertet ORDBVS hinsichtlich ihres Potentials zur Unterstützung objektorientierter Softwareentwicklung. Letzteres bietet flexible Möglichkeiten der Ausführung von Funktionen im DB-Server oder auf dem Client.

  • Entwicklung von (OR)DB-Anwendungen. Zunächst wurde der komplexe Prozess des objekt-relationalen Schemaentwurfs dadurch vereinfacht, dass grundlegende Konzepte und Mechanismen der Modularisierung von Schemastrukturen erarbeitet wurden. Darüber hinaus wurden Ansätze der generischen Entwicklung von ORDB-Anwendungen entwickelt. Dies umfasst sowohl die Generierung von spezifischen API-Funktionen für die Anwendungsprogrammierung als auch die zumindest teilweise Generierung der Anwendungsdienste selbst. Letzteres wird im Rahmen des SERUM-Ansatz (Generating Software Engineering Repository using UML) verfolgt, indem ein Framework angeboten wird, das einerseits Technologie-unabhängige, vorgefertigte, anpassbare Komponenten zur Unterstützung der Modellierung spezieller Anwendungsdienste anbietet, und andererseits verschiedene Muster einer Technologie-bezogenen, teilweise generativen Realisierung dieser Anwendungsdienste unterstützt. Auf diese Weise kann die Nutzung der Erweiterbarkeitseigenschaft von ORDBVS für den Anwendungsentwickler vereinfacht werden.

  • Unterstützung des Softwareentwicklungsprozesses. Hinsichtlich der Nutzung objekt-relationaler Datenbankverwaltungssysteme (ORDBVS) zur Unterstützung des Softwareentwick­lungs(SE)-Prozesses ist festzustellen, dass aufgrund der Vielfalt der anfallenden Datenstrukturen und Verarbeitungscharakteristika sich ORDBVS neben der Gestaltung der Datenhaltungskomponenten der im SE-Prozess zu entwickelnden Produkte auch sinnvoll als Repository zur Prozessunterstützung einsetzen lassen. Zu letzterem Zweck wurde eine sogenannte Erfahrungsdatenbank (EDB) entwickelt. Es können Erfahrungen (in SE-Pro­zessen entstandene, potenziell wiederverwendbare Artefakte) aus SE-Projek­ten in personenunabhängiger Weise gesammelt, verwaltet und so Entwicklern in nachfolgenden Projekten verfügbar gemacht werden. Zum Wiederauffinden wurden  Möglich­keiten einer ähnlichkeitsbasierten Suche bereitgestellt. Darauf aufbauend wird eine schrittweise Integration von Erfahrungs-, Produkt- und Prozessdaten vorgenommen.



Information Integration’. Neuere Arbeiten beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Integration heterogener Datenquellen bzw. der Interoperabilität heterogener Geschäftsprozesse innerhalb großer Betriebe. Natürlich liegt eine Konzentration auf die Datenverwaltungsaspekte entsprechender Technologien, wie DB-Middleware, Workflow-Management-Systeme, Application-Server, Web- und Grid-Data-Services vor.

  • Integrierte Verarbeitung von objekt-relationalen und XML-Datenbeständen. Ausgehend von einer bestehenden objekt-relationalen Datenbankanwendung besteht oft die Anforderung, außerhalb des Datenbanksystems, im Internet liegende XML-Datenbestände in die DB-Verarbeitung miteinzubeziehen, ohne die XML-Daten direkt in die Datenbank einzuladen. Hierzu eignen sich prinzipiell Ansätze der Schemaintegration und Anfragetransformation. Diese werden auf den angesprochenen Zweck hin untersucht und angepasst. Darauf aufbauend wird zwei weitergehenden Fragen nachgegangen: Welche Konzepte und Mechanismen werden gebraucht, um den integrierten Datenbestand sowohl mit SQL(:1999) als auch mit XQuery bearbeiten zu können? Inwieweit kann die Anbindung der XML-Dokumente an die (OR)DB dynamisch erfolgen?

  • Organisationsübergreifende Workflows. Diese entstehen durch Integration von heterogenen (lokalen Sub-)Workflows, die wiederum auf unterschiedlichen Workflow-Management-Systemen laufen. Um die angestrebte Integration zu einem globalen Workflow zu erreichen, werden insbesondere geeignete Koordinationsmechanismen zur globalen Kontrolle entwickelt. Die Lösungsansätze sollen mit Hilfe von Web-Service-Technologie umgesetzt werden.

  • Web-Services/Grid-Data-Services. Diese neuen Technologien unterliegen zurzeit intensiven Standardisierungsbemühungen, die jedoch im Wesentlichen auf Vereinbarungen hinsichtlich der Schnittstellen von solchen Services abzielen. Insbesondere hinsichtlich der Datenverwaltungs- und Integrationsaspekte ist noch zu klären, inwieweit bereits für verteilte Umgebungen entwickelte DB-Mechanismen, z. B. zur verteilten Anfrage- und Transaktionsverarbeitung oder des Cachings von DB-Daten, ausreichend sind bzw. inwieweit sich tatsächlich neue Anforderungen stellen. Eine entsprechende Studie wird gegenwärtig erstellt, um darauf aufbauend angemessene Datenverwaltungsmechanismen für Grid-Data-Services zu entwickeln.

Schlagwörter:

Objekt-Relationale Datenbanktechnologie, Erweiterbarkeit, Client/Server-Datenbanksysteme, Verarbeitungs-konzepte, Versionierung, Konfigurierung, Erfahrungsdatenverwaltung, Software-Repositories, Benchmarks, Heterogene Informationssysteme, Information Integration, DB-Middleware, Organisationsübergreifende Workflows, Web-basierte Informationssysteme, XML, Web-Services, Grid-Data-Services, Transaktionen

Publikationen aus dem Forschungsbereich:

Avenhaus, J., Gotzhein, R., Härder, T., Litz, L., Madlener, K., Nehmer, J., Richter, M., Ritter, N., Rombach, D., Schürmann, B., Zimmermann, G.: Entwicklung großer Systeme mit generischen Methoden - Eine Übersicht über den Sonderforschungsbereich 501, Informatik - Forschung und Enwicklung 13(4), 1998, pp. 227-234.

Bon, M., Ritter, N., Härder, T.: Sharing Product Data among Heterogeneous Workflow Environments, in: Proc. Int. Conf. CAD 2002 - Corporate Engineering Research, Dresden, März 2002, pp. 139-149.

Bon, M., Ritter, N., Steiert, H.-P.: Modellierung und Abwicklung von Datenflüssen in unternehmensüber-greifenden Prozessen, in Proc. BTW 2003, Leipzig, März 2003.

Brayner, A., Härder, T., Ritter, N.: Semantic Serializability: A Correctness Criterion for Processing Transactions in Advanced Database Applications, in: Data and Knowledge Engineering 31:1, 1999, pp. 1-24.

Feldmann, R.L., Geppert, B., Mahnke, W., Ritter, N., Rößler, F.: An ORDBMS-based Reuse Repository Supporting the Quality Improvement Paradigm - Exemplified by the SDL-Pattern Approach, in: TOOLS USA 2000, 34th International Conference & Exhibition, Santa Barbara, CA, July 2000, pp. 125-136.

Flehmig, M., Geißelmann, F., Knüttel, H., Leiwesmeyer, B., Ritter, N., Schmettow, M., Weber, G.: Metadatenzugang für akademisches Lehr- und Lernmaterial (Meta-Akad), Abschlussbericht des DFN-Projekts, September 2003, 63 Seiten.

Flehmig, M., Knüttel, H., Leiwesmeyer, B., Ritter, N., Schmettow, M., Weber, G.: Virtuelle Lehre im Angebot der Universitätsbibliothek, in: Tagungsband der 16. DFN-Arbeitstagung über Kommunikationsnetze (Lecture Notes in Informatics - Proceedings P-17), Düsseldorf, Mai 2002, pp. 249-259.

Härder, T., Mahnke, W., Ritter, N., Steiert, H.-P.: Generating Versioning Facilities for a Design-Data Repository Supporting Cooperative Applications, in: Int. Journal of Intelligent & Cooperative Information Systems 9:1-2, 2000, pp. 117-146.

Härder, T., Nink, U., Ritter, N.: Generierte DB-Aufrufschnittstellen - Anwendungsspezifische Zugriffsoptimierung durch Bindungsflexibilität, in: Informatik - Forschung und Entwicklung 15:2, 2000, pp. 67-82.

Haustein, M., Mahnke, W., Ritter, N.: Index Techniques for Similarity-based Search in ORDBMSs, BNCOD 2003, Coventry, U.K., July 2003, pp. 1-3.

Husemann, M., Rathig, D., Ritter, N.: Transaktionskontrolle im Grid-Data-Computing, in: Praxis der Informationsverarbeitung und Kommunikation, K.G. Saur Verlag GmbH, München, 27. Jahrgang, Heft 3/04, September 2004, pp. 159-166

Kovse, J., Härder, T., Ritter, N.: Supporting Mass Customization by Generating Adjusted Repositories for Product Configuration Knowledge, in: Proc. Int. Conf. CAD 2002 - Corporate Engineering Research, Dresden, March 2002, pp.17-26.

Kovse, J., Härder, T., Ritter, N., Steiert, H.-P., Mahnke, W.: Supporting Collaborative Authoring of Web Content by a Customizable Resource Repository, in: Tagungsband der GI/OCG-Jahrestagung Informatik 2001, Wien, Sept. 2001, pp. 358-367.

Kozlova, I., Husemann, M., Ritter, N., Witt, S., Hänikel, N.: CWM-based Integration of XML Documents and object-relational Data, in: Proceedings of the 7th International Conference on Enterprise Information Systems (ICEIS05), Miami, USA, Mai 2005

Mahnke, W. Ritter, N.: The ORDB-based SFB-501-Reuse-Repository, in: Proc. 8th Int. Conf. on Exten­ding Database Technology (EDBT’2002), Software Demonstration Session, Prague, März 2002, pp. 745-748.

Nink, U., Härder, T., Ritter, N.: Generating Call-Level Interfaces for Advanced Database Application Programming, in: Proc. 25th Int. Conf. on Very Large Data Bases, Edinburgh, 1999, pp. 575-586.

Ritter, N., Steiert, H.-P.: Enforcing Modeling Guidelines in an ORDBMS-based UML Repository, in: International Resource Management Association Conference 2000 (Information Modeling Methods and Methodologies Track of IRMA 2000), Anchorage, Alaska, Mai 2000, pp. 269-273.

Surjanto, B., Ritter, N., Loeser, H.: XML Content Management based on Object-Relational Database Technology, in: Proc. 1st Int. Conf. on Web Information Systems Engineering (WISE 2000), Hongkong, June 2000, pp. 64-73.

Zhang, N., Ritter, N., Härder, T.: Enriched Relationship Processing in Object-Relational Database Management Systems, in: Proc. 3rd Int. Symposium on Cooperative Database Systems for Advanced Applications (CODAS'01), Bejing, April 2001, pp. 53-62.

Zhang, W.P., Ritter, N.: Leistungsuntersuchung von ORDB-gestützten objektorientierten Anwendungssystemen, in: Tagungsband der GI-Fachtagung 'Datenbanksysteme in Büro, Technik und Wissenschaft' (BTW'2001), A. Heuer (Hrsg.), Informatik aktuell, Oldenburg, März 2001, Springer-Verlag, pp. 227-243.

Zhang, W.P., Ritter, N.: The Real Benefits of Object-Relational DB-Technology for Object-Oriented Software Development, in: Proc. 18th British National Conference on Databases (BNCOD 2001), Oxford, July 2001, Advances in Databases, Read, B. (Ed.), LNCS 2097, Springer, pp. 89-104.

Zhang, W.P., Ritter, N.: Measuring the Contributions of (O)RDBMS to Object-Oriented Software Development, in: Proc. Int. Database Engineering and Applications Symposium (IDEAS 2000), Yokohama, Japan, September 2000, pp. 243-249.

b) Aktuelle Teilprojekte (etatisiert)

2.3 Innovative Konzepte zur Navigation in verteilten Hypertext-Informationssystemen (HyperScout)

Weinreich, Harald, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 05/1998

Projektbeschreibung:

Das Projekt „HyperScout“ beschäftigt sich mit der Benutzbarkeit assoziativ vernetzter Dokumente in verteilten Informationssystemen, exemplarisch gezeigt am World Wide Web. Das Projekt greift dabei Forschungsergebnisse aus dem Bereich des Hypertextes auf, um auf deren Basis – unter Verwendung aktueller GUI-Techniken – neue Konzepte für die Interaktion mit assoziativen Verknüpfungen zwischen Dokumenten zu entwickeln. Dabei stehen Verfahren im Vordergrund, die mittels einer Erweiterung der Grundkonzepte des Webs die Benutzbarkeit von Links verbessern. Mit Hilfe der so entwickelten Techniken soll Benutzern über Web-Sites hinweg eine konsistente, erweiterte Schnitt­stelle für Hyperlinks angeboten werden, die mehr Transparenz und Sicherheit bei der Navigation er­laubt. Die im Rahmen dieses Projektes erarbeiteten Konzepte und Prototypen werden mit Benutzern evaluiert.

Schlagwörter:

Verteilte Informationssysteme, Hypertext, Navigation, Benutzbarkeit, XLink

Publikationen aus dem Projekt:

Baier, T., Weinreich, H., Wollenweber, F.: „Verbesserung von Social Navigation durch Identitätsmanagement“ in: R. Keil-Slawik, H. Selke, G. Szwillus (Hrsg.): Mensch und Computer 2004: Allgegenwärtige Interaktion, Oldenbourg Verlag, München, pp. 189-198

Obendorf, H., Weinreich, H.: „Comparing Link Marker Visualization Techniques – Changes in Reading Behavior”, in: Proc. of 12th International World Wide Web Conference (WWW 2003), Budapest, ACM Press, New York, Mai 2003, S. 736-745

Weinreich, H., Lamersdorf, W.: „Concepts for Improved Visualization of Web Link Attributes“, Proceedings of he 9th International ‚World Wide Web Conference‘, Elsevier Publ. Co., Amsterdam, Mai 2000, S. 403 -416

Weinreich, H., Obendorf, H., Lamersdorf, W.: „HyperScout: Linkvorschau im World Wide Web“, i-com Zeitschrift für interaktive kooperative Medien, 3. Jahrgang, Heft 1/2004, Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München, pp. 4-12

Weinreich, H., Obendorf, H., Lamersdorf, W.: „HyperScout: Darstellung erweiterter Typinformationen im World Wide Web – Konzepte und Auswirkungen“, in: Ziegler, J., Szwillus, G. (Hrsg): Jahrestagung Mensch und Computer 2003, Stuttgart, B.G. .G. Teubner Verlag, Stuttgart, September 2003, S. 155-164

Weinreich, H., Obendorf, H., Lamersdorf, W.: „The Look of the Link - Concepts for the User Interface of Extended Hyperlinks“, in: H. Davis, Y. Douglas (Hrsg): Proc. 12th ACM Conference on ‚Hypertext And Hypermedia‘ (HYPERTEXT 2001), University of Århus, Århus, Dänemark, ACM Press, New York/ USA, August 2001, S. 19-28

2.4 Scone: Ein Framework zur Prototypischen Erstellung von Navigationshilfen im Web

Weinreich, Harald, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 1999

Projektbeschreibung:

Im Projekt „Scone“ wurde ein Framework in Java entwickelt, das mit Hilfe eines Plug-in-Konzeptes die schnelle prototypische Entwicklung von neuen Navigations- und Kollaborationswerkzeugen für das Web unterstützt. Hierzu bietet das Framework eine Reihe von Komponenten, welche es erlauben, die Darstellung der Dokumente im Browser zu ändern, auf Benutzeraktionen mit dem Browser zu reagieren, den Browser zu steuern und auch selbsttätig Informationen aus dem Netz zu sammeln. Zusätzlich wird die Evaluation solcher Systeme durch Benutzbarkeitsstudien unterstützt. Scone bietet – unter anderem – folgende Kernkomponenten:

  • einem Proxy, der auf der Smart-Pipe-Intermediary-Architektur namens WBI von IBM Almaden basiert. Die Architektur von WBI wurde in gemeinsamer Kooperation mit IBM in ihrer Performanz verbessert und in der Funktionalität den Anforderungen unterschiedlicher Navigationswerkzeuge angepasst. So bietet Scone beispielsweise Funktionen zur Analyse von Dokumenten und zur Extraktion vieler Meta-Informationen,

  • einem Scanner/Robot, der mit Hilfe des Classifier-Filter-Konzeptes einen agentenbasierten Ansatz zur benutzerspezifischen Sammlung von Informationen verfolgt sowie

  • das AccessTracking, das die Aktionen der Benutzer ihrem Web-Browser aufzeichnet und entsprechende Events an das Plugin schicken kann.

Scone wird im Projekt HyperScout (s.o.) und im Projekt BrowsingIcons des AB ASI eingesetzt. Darüber hinaus findet Scone Anwendung im Rahmen mehrerer interner und externer Lehrveranstaltungen und Projekte.

Schlagwörter:

World Wide Web, Navigation, Intermediaries, Crawler, Agenten, Prototyping, Framework

Publikationen aus dem Projekt:

Herder, E., Weinreich, H.: „Interactive Web Usage Mining with the Navigation Visualizer” in: Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI 2005), Extended Abstracts, ACM Press, April 2005, pp. 1451-1454

Obendorf, H., Weinreich, H., Haß, T.: „Automatic Support for Web User Studies with SCONE and TEA”, in: CHI '04: Conference on Human Factors in Computing Systems , ACM Press Wien, Austria, April 2004

Weinreich, H., Buchmann, V., Lamersdorf, W.: „Scone: Ein Framework zur evaluativen Realisierung von Erweiterungen des Webs“ in: J. Fähnricht, K. Irmscher (Hrsg.): Proc. GI/ITG-Fachkonferenz ‚Kommunikation in Verteilten Systemen’(KiVS 2003), Springer Aktuell, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, Februar 2003, Seiten 31-42

2.5 „Open Network Environment for Citizens“ (onefC)

Baier, Tobias, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

2001-2005

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Open Network Environment for Citizens“ (onefC) versucht, technische Voraussetzungen zu schaf­fen, um eine generelle Identitäts-Infrastruktur für das Internet zu gestalten. So soll möglich gemacht werden, Partner der persönlichen Kommunikation als Identitäten (mitsamt weiterführender Eigenschaften) auch unabhängig von Anwendung und Medium im Netz wieder zu erkennen. Aber nicht nur für Partner untereinander, auch in Beziehung mit den Anwendungen und Diensten selbst sollen derartige „elektronische Identitäten“ einsetzbar sein, was u. a. zu Single ‚Sign-On’- und weiteren Möglichkeiten führt. Dazu muss um die Identitätsdatenkommunikation und die Anwendungskommunikation ein gemeinsamer Kontext gespannt werden, mit dem die jeweiligen Äußerungen assoziiert werden – u.a. durch die Einführung eines identitätsangereicherten Sitzungsmodells.

Schlagwörter:

Digitale Identitäten, Identitäts-Management, spontane Kollaboration, Social Navigation, CSCW, Directory-Services, Wissensrepräsentation, Peer-to-Peer-Systeme

Publikationen aus dem Projekt:

Baier, T., Weinreich, H., Wollenweber, F.: „Verbesserung von Social Navigation durch Identitätsmanagement“ in: R. Keil-Slawik, H. Selke, G. Szwillus (Hrsg.): Mensch und Computer 2004: Allgegenwärtige Interaktion, Oldenbourg Verlag, München, pp. 189-198

Baier, T., Kunze, C.P.: „Identity Management for Self-Portrayal“ in: Yves Deswarte and Frédéric Cuppens and Sushil Jajodia and Lingyu Wang (Hrsg.): Information Security Management, Education and Privacy, Kluwer Academic Press, pp. 231-244

Baier, T., Kunze, C.P.: „Identity-Enriched Session Management”, in: Lamersdorf, W., Tschammer, V., Amarger, S. (Hrsg.): Building the E-Service Society: E-Commerce, E-Business, and E-Government, Kluwer Academic Publishers Dordrecht, pp. 329-342

Baier, T., Zirpins, C., Lamersdorf, W.: „Digital Identity: How To Be Someone On The Net” in: António Pal­­ma dos Reis, Pedro Isaías (Hrsg.): Proc. „International Conference e-Society 2003”, International Association for Development of the Information Society (IADIS) Press, Lissabon, Portugal, ISBN 972-98947-0-1, Juni 2003, pp. 815-820

2.6 Entwurf und Realisierung offener, verteilter Multiagentensysteme mit rationalen Agenten (Jadex)

Braubach, Lars, Dipl.-In­form.; Pokahr, Alexander, Dipl.-Inform.; Walczak, Andrzej, Dipl.-Inform; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 12/2002

Projektbeschreibung:

Intelligente Agenten“ stellen ein Modellierungsparadigma zur Verfügung, das auf der Beschrei­bung von Agenten mit mentalen Konzepten beruht. Ziel des Projektes Jadex ist es zu untersuchen, wie diese Konzepte, unter Berücksichtigung etablierter Paradigmen wie der Objektorientierung, auf der Entwurfs- und Implementierungsebene adäquat umgesetzt werden können. Jadex ist als Erweiterung zu existierenden agentenorientierten oder oo-basierten Middleware-Plattformen konzipiert und ergänzt diese um eine Abstraktionsschicht, die es ermöglicht rationale Agenten gemäß dem Paradigma des „Belief-Desire-Intention“-Modells (BDI) zu konstruieren. Insbesondere beschäftigt sich das Projekt mit der Fragestellung, wie die Agententechnologie, z.B. durch die Anbindung an verbreitete Standards wie J2EE, in aktuelle Strömungen der Software-Entwicklung integriert werden kann. Weitere Forschungsschwerpunkte sind darauf ausgerichtet, die bisher konzipierte BDI-Architektur durch zusätzliche Aspekte zu ergänzen – z.B. durch die Integration von Lern- bzw. Planungsmechanismen aus der Künstlichen Intelligenz (KI). Außerdem wird untersucht, auf welche Art und Weise soziale Strukturen (z.B. Gruppen- und Rollenkonzepte) zur Abbildung von (verteilten) Organisationsstrukturen eingebunden werden können.

Schlagwörter:

Multiagentensysteme, rationale Agenten, Agentenorientierte Software-Entwicklung (AOSE)

Publikationen aus dem Projekt:

Renz W., Sudeikat, J.: „Modeling Minority Games with BDI Agents - A Case Study“ in: T. Eymann, F. Klügl, W. Lamersdorf, M. Klusch, M. Huhns (Hrsg.): Third German Conference on Multi-Agent System TEchnologieS (MATES-2005), Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York, pp. 71-81.

Sudeikat, J., Renz, W.: „Mesoscopic Modeling of Emergent Behavior - A Self-Organizing Deliberative Minority Game“ in: The 3rd International Workshop on Engineering Self-Organising Applications (ESOA'05)

Bordini, R., Braubach, L., Dastani, M., El Fallah Seghrouchni, A., Gomez-Sanz, J., Leite, J., O'Hare, G., Pokahr, A., Ricci, A.: „A Survey of Programming Languages and Platforms for Multi-Agent Systems“ in: Informatica Journal , erscheint 2006

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Extending the Capability Concept for Flexible BDI Agent Modularization“ in: R. Bordini, M. Dastani, J. Dix, A. El Fallah Seghrouchni (Hrsg.): The 3rd International Workshop on Programming Multiagent Systems (PROMAS-2005), 4th International Joint Conference on Autonomous Agents & Multi-Agent Systems’ (AAMAS 2005), pp. 99-115

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „Agenten: Technologie für den Mainstream?“ in: it - Information Technology 05/2005, Oldenbourg Verlag, 2005, pp. 300-307

Braubach, L., Lamersdorf, W., Milosevic, Z., Pokahr, A.: „Policy-Rich Multi-Agent Support for E-Health Applications“ in: M. Funabashi, A. Grzech (Hrsg.): Challenges of Expanding Internet: E-Commerce, E-Business, and E-Government: 5th IFIP conference on e-Commerce, e-Business, and e-Government (I3E 2005), Springer Science + Business Media, New York, USA, 2005, pp. 235-249

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A Flexible BDI Architecture Supporting Extensibility“ in: A. Skowron, J.P. Barthes, L. Jain, R. Sun, P. Morizet-Mahoudeaux, J. Liu, N. Zhong (Hrsg.): The 2005 IEEE/WIC/ACM International Conference on Intelligent Agent Technology (IAT-2005), IEEE Computer Society 2005, pp. 379-385

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A Goal Deliberation Strategy for BDI Agent Systems“ in: T. Eymann, F. Klügl, W. Lamersdorf, M. Klusch, M. Huhns (Hrsg.): Third German conference on Multi-Agent System TEchnologieS (MATES-2005), Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York, 2005, pp. 82-93

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „Jadex: A BDI Reasoning Engine“ in: R. Bordini, M. Dastani, J. Dix and A. El Fallah Seghrouchni (Hrsg.): Multi-Agent Programming, Springer Science+Business Media Inc., USA, 2005, pp. 149-174

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Jadex: A BDI Agent System Combining Middleware and Reasoning“ in: R. Unland, M. Calisti, M. Klusch (Hrsg.): Software Agent-Based Applications, Platforms and Development Kits, Birkhäuser-Verlag, Basel-Boston-Berlin, 2005, pp. 143-168.

Braubach, L., Pokahr, A., Bade, D., Krempels, K.-H., Lamersdorf, W.: „Deployment of Distributed Multi-Agent Systems“ in: M.-P. Gleizes, A. Omicini, F. Zambonelli (Hrsg.): 5th International Workshop on Engineering Societies in the Agents World (ESAW2004), Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, 2005, pp. 261-276

Pokahr A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A BDI Architecture for Goal Deliberation“ in: F. Dignum, V. Dignum, S. Koenig, S. Kraus, M. P. Singh and M. Wooldridge (Hrsg.): Proc.s of the 4th International Joint Conference on Autonomous Agents and Multiagent Systems (AAMAS'05), ACM, 2005, pp. 1295-1296

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „MedPAge: Rationale Agenten zur Patientensteuerung“, in: Künstliche Intelligenz, 2/2004, pp. 33-36

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W., Moldt, D.: „Goal Representation for BDI Agent Systems”, in: R. Bordini, M. Dastani, J. Dix, A. El Fallah Seghrouchni (Hrsg.): 2nd International Workshop on Programming Multiagent Systems, Languages and Tools (PRO­MAS 2004), Springer-Verlag, Berlin New York, 2004,pp. 9-20

Sudeikat, J., Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Evaluation of Agent–Oriented Software Methodologies – Examination of the Gap Between Modeling and Platform”, in: P. Giorgini and J. P. Müller and J. Odell (Hrsg.): International Workshop on Agent-Oriented Software Engineering (AOSE-2004) , Springer-Verlag, Berlin New York, 2004, pp. 126-141

Braubach L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Jadex: A Short Overview”, 5th Annual International Conference on Object-Oriented and Internet-based Technologies, Concepts, and Applications for a Networked World (Net.ObjectDays 2004), pp. 195-207

Pokahr, A., Braubach L., Lamersdorf, W.: „Dezentrale Steuerung verteilter Anwendungen mit rationalen Agenten“, in: P. Müller, R. Gotzhein, J. B. Schmitt (Hrsg.): 14. Fachtagung Kommunikation in Verteilten Systemen (KiVS’05), Springer-Verlag, Berlin New York, 2005, pp. 65-76

Krempels, K.-H.; Nimis, J.; Braubach, L.; Pokahr, A.; Herrler, R.; Scholz, T.: „Entwicklung intelligenter Multi-Multiagentensysteme – Werkzeugunterstützung“, Lösungen und offene Fragen, in: Dittrich, K.; König, W.; Oberweis, A.; Rannenberg, K.; Wahlster, W. (Hrsg.): ‚Informatik 2003 – 33. Jahrestagung der GI’, Köllen Druck+Verlag GmbH, Bonn, 2003, pp. 31-46.

Pokahr, A.; Braubach, L.; Lamersdorf, W.: „Jadex: Implementing a BDI-Infrastructure for JADE Agents”, in: ‘EXP – In Search of Innovation’, Special Issue on JADE, vol 3, nr. 3, Telecom Italia Lab, Turin, Italy, September 2003, pp. 76-85.


2.7 „Open Framework for Lightweight Intelligent Agents in Volatile Environments“ – OLIVE

Walczak, Andrzej, Dipl.-Inform; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 12/2005

Projektbeschreibung:

Softwaretechnisch bieten „intelligente Agenten“ ein signifikantes und schon weitgehend untersuchtes Rahmenwerk, um verteilte (Software-) Systeme zu entwerfen und zu implementieren. (Hierbei bezeichnet man ein System als „intelligent“, das u.a. über sich selbst und seine Aktivitäten reflektieren kann.) Die Verwendung sog. „rationaler“ Agenten-Architekturen verspricht darüber hinaus besondere Systemeigenschaften insbesondere bezüglich der Flexibilität und Dynamik solcher Systeme.

Ziel des Olive-Projektes ist es zu untersuchen, wie weit Software-Agenten es erlauben, verteilte Systeme zu bauen, die einen gewissen Grad an Bewusstsein über Teile von sich selbst und der Umgebung besitzen. Diese Fähigkeit ist von grundlegender Bedeutung für die Reorganisation und eigenständige Neugestaltung solcher Systeme im Falle einer unvorhersehbaren Umgebungsdynamik oder Fehlerverhaltens der Systeme in Teilen und/oder im Ganzen. OLIVE baut konzeptuell auf vorherigen Arbeiten der Gruppe VSIS auf; insbesondere werden Lösungen und Modelle aus dem Projekt Jadex weiterverfolgt: So brachte u.a. der Einsatz von prozessorientiertem Wissen besonders erfolgreiche Agenten-Architekturen hervor, die robust und effizient waren. Die dort verfügbaren Modelle werden nun um zusätzliche introspektive Fähigkeiten ergänzt und die System-Ebene so mit neuen Modellen gestärkt. Ein besonderes Augenmerk von Olive liegt auf der Skalierbarkeit sowie auf deren Einsetzbarkeit in Szenarios mit mobilen Prozessen. (Hier gibt es viele Berührungspunkte zum Projekt DEMAC.) Die Offenheit des Rahmenwerks spiegelt sich in der Abstraktion von der benutzten Programmiersprache sowie auch vom Modelleierungs-Paradigma wider und soll damit die Einsetzbarkeit in heterogenen Umgebungen gewähren.


Schlagwörter:

Mobile, rationale Software-Agenten, verteilte Systeme, Multi-Agenten Systeme


2.8 „Distributed Environment for Mobility-Aware Computing“ (DEMAC)

Kunze, Christian Philip, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 2003

Projektbeschreibung:

Mobile Computersysteme sind inzwischen durch die hohe Verfügbarkeit drahtloser Netze und die zunehmenden Miniaturisierung der Geräte zu stän­digen Begleitern vieler Nutzer geworden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die bisherigen Methoden und Paradigmen der Middleware-Ansätze zur Unterstützung verteilter Anwendungen traditioneller Verteilter Systeme nicht vollständig auf mobile Geräte übertragen werden können und sollten: So führen z.B. die systemimmanenten Beschränkungen des Mobile Computings (wie etwa Schwankungen in der Über­tragungsleistung bis hin zu Verbindungsabbrüchen), die meist begrenzten Ressourcen mobiler Geräte sowie eine sich stetig verändernde Umgebung dazu, dass Anwendungen, Dienste und deren Kommunikation entkoppelt werden müssen. Dies mündet in der Erkenntnis, dass solche Systeme im Gegensatz zu klassischen verteilten Systemen meist weniger (Verteilungs-) Transparenz, dafür aber mehr Ortsbezug sowie ein Bewusstsein über ihre Mobilität (Awareness) besitzen sollten. Ausgehend von diesem Wissen ist es dann möglich, Anwendungen an die Bedingungen der sich verändernde Umgebung anzupassen (Adaptability).

Awareness und Adaptability beschränkt sich bei aktuellen Middleware-Ansätzen zur Unterstützung mobiler Anwendungen in den meisten Fällen jedoch darauf, dass mehr oder weniger monolithisch strukturierte Anwendungen in der Ausführung einzelner, kurzzeitiger Aufgaben unterstützt werden. Um jedoch der Vision des Pervasive Computings näher zu kommen, sollten Middleware-Systeme in diesem Bereich auch komplexere, möglichst sogar a-priori unbekannte und vor allem langlebige Aufgaben unterstützen können, die dabei als eine Sequenz von in Beziehung stehenden einfachen Diensten angesehen werden können, die in einem „Prozess“ zusammengefasst sind. Derartige Prozesse werden dann (u.a.) von mobilen Clients im Interesse des Benutzers verwaltet und ausgeführt.

Das Projekt DEMAC hat zum Ziel, das Konzept der langlebigen Benutzer-zentrischen Prozesse in eine Middleware für mobile Systeme zu integrieren. Dazu wird eine System-Plattform entwickelt, die die Beschreibung und verteilte Ausführung solcher Mobilen Prozesse ermöglicht. Dabei wird durch ein asynchrones und nachrichtenorientiertes Transportsystem der Austausch von Nachrichten zeitlich entkoppelt und durch ein Event-System um die Fähigkeit der proaktiven Kommunikation erweitert. Darauf aufbauend wird ein Prozessdienst zur verteilten Ausführung von Mobilen Prozessen mit erweitertem Prozesslebenszyklus bereitgestellt. Der Programmfluss wird so nicht mehr zentral von einem mobilen Gerät aus gesteuert, sondern zu einem verteilt ausgeführten Prozess. Dabei soll die Middleware dafür Sorge tragen, dass die einzelnen Teilprozesse möglichst optimal ausgeführt werden. Zudem wird von ihr die Umsetzung nichtfunktionaler Anforderungen an die Ausführung des Prozesses sowie die von der Umgebung bereitgestellten Dienste und Geräte in den Ablauf integriert. Eine Entkoppelung der Anwendungsausführung wird dabei durch eine möglichst späte Zuordnung der einzelnen Teilprozesse auf die konkrete Ausführungseinheit erreicht. Die hierzu benötigten Informationen über die Umgebung werden durch einen Kontextdienst auf der Basis eines verteilten, generischen und erweiterbaren Kontextmodells und -Managementsystems bereitgestellt, das u.a. auch semantische Informationen zur Ausführung des Mobilen Prozesses enthält.

Schlagwörter:

Verteilte Systeme, Mobile Computing, Mobile Middleware, Mobile Prozesse, Context Awareness, Adaptability

Publikationen aus dem Projekt:

Kunze, C. P.: „DEMAC: A Distributed Environment for Mobility Aware Computing“, in: Ferscha, A. and Mayrhofer, R. and Strang, T. and Linnhoff-Popien, C. and Dey, A. and Butz,A. and Schmidt A. (Hrsg.): ‚Adjunct Proceedings of the Third International Conference on Pervasive Computing’, Österreichische Computer Gesellschaft, pp. 115-121

Kunze, C. P.: "Unterstützung mobiler Prozesse im Mobile Computing" in: Dressler, F. and Kleinöder, J. (Hrsg.): Technischer Bericht zum 1. GI/ITG KuVS Fachgespräch Energiebewusste Systeme und Methoden, Universität Erlangen-Nürnberg, pp. 42-47

Baier, T., Kunze, C. P.: „Identity Management for Self-Portrayal“, in: Deswarte, Y., Cuppens, F., Jajodia, S., Wang, L. (Hrsg.): ‘Information Security Management, Education and Privacy’, Kluwer Academic Press, Dordrecht, Niederlande, pp. 231-244

Baier, T., Kunze, C. P.: „Identity-Enriched Session Management“, in: Lamersdorf, W., Tschammer, V., Amarger, S. (Hrsg.): ‚Building the E-Service Society: E-Commerce, E-Business, and E-Government’, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht, Niederlande, pp. 329-342

Kunze, C. P.: „Digitale Identität und Identitäts-Management“, in: GI Gesellschaft für Informatik e.V. (Hrsg.): Proc. ‚Informatiktage 2003’, Bad Schussenried, November 2003


2.9 Integrierte Verarbeitung von XML-Dokumenten und objekt-relationalen Daten (SQXML)

Kozlova, Iryna, Dipl.-Math.; Ritter, Norbert, Prof. Dr.-Ing.

Laufzeit des Projektes:

seit 2002

Projektbeschreibung:

Die Notwendigkeit des effizienten Zugriffes sowie der parallelen Bearbeitung von Informationen aus heterogenen Datenquellen stellt eine aktuelle Herausforderung im Bereich der Informationsintegration dar. Es besteht ein hoher Bedarf an Integrationsmechanismen, die es ermöglichen, eine einheitliche Sicht auf die gesamte Informationsmenge zu schaffen und dem Benutzer die einfache Bearbeitung des integrierten Datenbestands zu ermöglichen. Aus Datenbanksicht ist dabei insbesondere die integrierte Verarbeitung von (objekt-) relationalen Datenbeständen und XML-Dokumenten von großer Bedeutung.

Im Projekt SQXML entsteht eine Integrations-Middleware, die speziell für die effiziente Integration der beiden angesprochenen Datenmodelle konzipiert wurde. Es werden Konzepte sowohl aus den Gebieten Informationsintegration als auch Interoperabilität von XML- und relationalen Datenbanksystemen erarbeitet, um eine komfortable Integration von Daten aus beiden Datenbeständen zu ermöglichen, ohne deren autonome Existenz und Funktionalität zu beeinflussen. Zur spezifischen Funktionalität des Systems, die noch von keinem der existierenden Integrationssysteme angeboten wird, zählen sowohl der bilinguale Zugriff auf den integrierten Informationsbestand über SQL und XQuery als auch der weitestgehend automatisierte Ablauf des Integrationsprozesses aus praktischer Perspektive sowie die Zusammenführung der OR- und XML-Technologien aus konzeptioneller Sicht.

Schlagwörter:

XML, XQuery, XML Schema, ORDBVS, SQL:1999, Information Integration, Web-basierte Informationssysteme

Publikationen aus dem Projekt:

Kozlova, I., Husemann, M., Ritter, N., Witt, S., Hänikel, N.: CWM-based Integration of XML Documents and object-relational Data, in: Proceedings of the 7th International Conference on Enterprise Information Systems (ICEIS05), USA, Mai 2005.

Kozlova, I.: SQXML: Integrated Processing of Information Stored in Object-Relational and Native XML Databases, in: Proc. 7th International Conference on Information Integration and Web-based Applications & Services (iiWAS2005), Austrian Computer Society 2005.

2.10 Dynamische Informationsverarbeitung in Grid-Umgebungen (DynaGrid)

Husemann, Martin, Dipl.-Inf.; Ritter, Norbert, Prof. Dr.

Laufzeit des Projektes:

seit 2003

Projektbeschreibung:

Dieses Projekt wurde im Oktober 2003 initiiert und betrachtet Aspekte der Informationsverarbeitung in Grid-Umgebungen. In solchen Umgebungen interagieren Knoten in Ad-hoc-Zusammenschlüssen, die sich durch eine breite Varianz der Lebensdauer und eine große Dynamik der Teilnehmermenge auszeichnen. Die einzelnen Knoten sind dabei autonom, und es existiert keine zentrale Kontrollinstanz für die Steuerung der Abläufe. Das Teilprojekt Transactional Activity Control for the Grid (TracG) untersucht daher die transaktionale Datenverarbeitung in dynamischen Konstellationen von Teilnehmern. Nach einer Analyse bestehender Standards und Protokolle hinsichtlich ihrer Mächtigkeit in Bezug auf transaktionale Kontrolle wird derzeit ein Rahmenwerk für generische Koordinationsdienste entwickelt, das die spezifischen Eigenarten von Grid-Umgebungen berücksichtigt und ausnutzt, um transaktionale Ablaufkontrolle und anwendungsspezifische Funktionalität zu trennen.


Als zweite charakteristische Eigenschaft von Grid-Umgebungen lässt sich die integrierte Verarbeitung von Daten aus heterogenen Quellen identifizieren. Die inhärente Dynamik wird von herkömmlichen Verfahren der statischen Integration nur unzureichend unterstützt. Das Projekt untersucht daher Möglichkeiten der dynamischen Informationsintegration unter Verzicht auf globale Schemata. Zentrale Aspekte der Betrachtungen sind dabei die Formulierung von Anfragen, die Auswahl geeigneter Datenquellen, die dynamische Schema- und Datenintegration sowie die Darstellung der Ergebnisse. Ein exemplarischer Prototyp setzt auf dem OGSA-DAI-Framework auf.

Schlagwörter:

Grid-Data-Services, Service-Oriented Architectures, Service Grids, Prozesskontrolle, Transaktionskontrolle, Information Integration, dynamische Integration

Publikationen aus dem Projekt:

Conrad, S.: Dynamische Datenintegration in Grid-Umgebungen, in: Studierendenprogramm der 11. GI-Fachtagung für Datenbanksysteme in Business, Technologie und Web (BTW2005), Karlsruhe, März 2005

Husemann, M., Rathig, D., Ritter, N.: Transaktionskontrolle im Grid-Data-Computing, in: Praxis der Informationsverarbeitung und Kommunikation, K.G. Saur Verlag GmbH, München, 27. Jahrgang, Heft 3/04, September 2004, pp. 159-166


b) Aktuelle Teilprojekte (Drittmittel)

2.11 Medical Path Agents (MedPAge) – Phase III

Braubach, Lars, Dipl.-In­form.; Pokahr, Alexander, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr. – in Zusammenarbeit mit: Rothlauf, Franz, Dr. rer. pol.; Paulussen, Torsten O., Dipl.-Inform., Zöller, Anja, Dipl.-Ges.-Ök. und Heinzl, Armin, Prof. Dr. (Universität Mannheim) et al.

Laufzeit des Projektes:

08/2004 – 07/2006 (Phase III)


Kooperationspartner: Prof. Dr. A. Heinzl und Dr. Franz Rothlauf, Universität Mannheim, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehr­stuhl für Wirtschaftsinformatik – finanziell gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im SPP „Intelligente Software­agenten und betriebswirtschaftliche Anwendungsszenarien” (Phase I: 2000-2002, II: 2002-2004 und III: 2004-2006)

Projektbeschreibung:

Das auch weiterhin zusammen mit Prof. Heinzl (bis 2002: Uni Bayreuth, ab 2002: Uni Mannheim) durchgeführte Projekt „Medical Path Agents” (MedPAge) basiert auf einem Ansatz der einerseits standardisierte Behandlungspfade („medical paths”) und andererseits die flexiblen Koordinationsfähigkeiten moderner Multi-Agentensysteme miteinander kombiniert. Grundsatz ist eine dezentralisierte, patientenzentrierte Sichtweise, die zu einer patientenfreundlicheren Ab­lauf­organisation beitragen soll, sowie eine dynamische Systemarchitektur, die verbesserte und effizientere Planungsergebnisse liefert und die Komplexität der adressierten Domäne besser zu beherrschen hil­ft. Dabei wird der gewählte Ansatz laufend auch durch realitätsnahe Simulationsverfahren und den praktischen Einsatz nachgewiesen und evaluiert, um so einerseits einen Beitrag zum besseren Verständnis kranken­haus­inter­ner Abläufe zu liefern und andererseits ein konkretes System als Planungshilfe bereit zu stellen, das eine weiter- gehende Evaluation des Agentenparadigmas zur Modellierung von Systemen zum Einsatz im Gesund­heitswesen erlaubt. Die zur Zeit in der Vorbereitung befindlichen Praxistests sowie die Erprobung der im Laufe des (Gesamt-) Projektes gewonnenen Erkenntnisse werden zum Abschluss der letzten (3.) Projektphase verallgemeinerbare Aussagen über die Einsetzbarkeit der derzeit verfügbaren MAS-Technologie für derartige Planungsprozesse ermöglichen.

Schlagwörter:

Multiagentensysteme, Patientensteuerung, Verhandlungen, Simulation

Publikationen aus dem Projekt:

Braubach, L., Lamersdorf, W., Milosevic, Z., Pokahr, A.: „Policy-Rich Multi-Agent Support for E-Health Applications“, in: M. Funabashi, A. Grzech (Hrsg.): Challenges of Expanding Internet: E-Commerce, E-Business, and E-Government: 5th IFIP conference on e-Commerce, e-Business, and e-Government (I3E 2005), Springer Science + Business Media, New York, USA, 2005, pp. 235-249

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Jadex: A BDI Agent System Combining Middleware and Reasoning“, in: R. Unland, M. Calisti, M. Klusch (Hrsg.): Software Agent-Based Applications, Platforms and Development Kits, Birkhäuser-Verlag, Basel-Boston-Berlin, 2005, pp. 143-168.

Braubach, L., Pokahr, A., Bade, D., Krempels, K.-H., Lamersdorf, W.: „Deployment of Distributed Multi-Agent Systems“, in: M.-P. Gleizes, A. Omicini, F. Zambonelli (Hrsg.): 5th International Workshop on Engineering Societies in the Agents World (ESAW2004), Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, 2005, pp. 261-276

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „MedPAge: Rationale Agenten zur Patientensteuerung“, in: Künstliche Intelligenz, 2/2004, pp. 33-36

Braubach, L. Pokahr, A., Lamersdorf, W., Krempels, K-H., Woelk, P.-O.: „A Generic Simulation Service for Distributed Multi-Agent Systems“, in: R. Trappl (Hrsg.): Proc. ‘4th International Symposium from Agent Theory to Agent Implementation’, 17th European Meeting on Cybernetics and Systems Research (vol. 2), Austrian Society for Cybernetic Studies, Wien, Österreich, April 2004, pp. 576-581

Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W., Moldt, D.: „Goal Representation for BDI Agent Systems”, in: R. Bordini, M. Dastani, J. Dix, A. El Fallah Seghrouchni (Hrsg.): 2nd International Workshop on Programming Multiagent Systems, Languages and Tools (PRO­MAS 2004), Springer-Verlag, Berlin New York, 2004,pp. 9-20

Krempels, K.-H.; Nimis, J.; Braubach, L.; Pokahr, A.; Herrler, R.; Scholz, T.: „Entwicklung intelligenter Multi-Multiagentensysteme – Werkzeugunterstützung, Lösungen und offene Fragen“, in: Dittrich, K.; König, W.; Oberweis, A.; Rannenberg, K.; Wahlster, W. (Hrsg.): ‚Informatik 2003 – 33. Jahrestagung der GI’, Köllen Druck+Verlag GmbH, Bonn, 2003, pp. 31-46

Paulussen, T. O.., Zöller, A., Braubach, L., Pokahr, A., Heinzl, A., Lamersdorf, W.: „Patient Scheduling under Uncertainty“, in: H.M. Haddad et al. (Hrsg.): Proc. 19th Annual ACM Symposium on Applied Computing (SAC'04), Special Track on „Computer Applications in Health Care” (COMPAHEC’04), ACM Press, New York, USA, März 2004, pp. 309-310

Paulussen, T., Zöller, A., Heinzl, A., Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Dynamic Patient Scheduling in Hospitals”, in: M. Bichler, C. Holtmann, S. Kirn, J. Müller, C. Weinhardt (Hrsg.): GI Multi-Konferenz Wirtschaftsinformatik 2004 (MKWI 2004), Special Track ‚Agent Technology in Business Applications’ (ATeBa'04), GI-Edition Lecture Notes in Informatics, Springer-Verlag, Heidelberg Berlin, 2004

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A Flexible BDI Architecture Supporting Extensibility“, in: A. Skowron, J.P. Barthes, L. Jain, R. Sun, P. Morizet-Mahoudeaux, J. Liu, N. Zhong (Hrsg.): The 2005 IEEE/WIC/ACM International Conference on Intelligent Agent Technology (IAT-2005), IEEE Computer Society 2005, USA, pp. 379-385

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A Goal Deliberation Strategy for BDI Agent Systems“, in: T. Eymann, F. Klügl, W. Lamersdorf, M. Klusch, M. Huhns (Hrsg.): Third German conference on Multi-Agent System TEchnologieS (MATES-2005), Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York, 2005, pp. 82 - 93

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „Jadex: A BDI Reasoning Engine“, in: R. Bordini, M. Dastani, J. Dix and A. El Fallah Seghrouchni (Hrsg.): Multi-Agent Programming, Springer Science+Business Media Inc., USA, 2005, pp. 149-174

Pokahr A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „A BDI Architecture for Goal Deliberation“, in: F. Dignum, V. Dignum, S. Koenig, S. Kraus, M. P. Singh and M. Wooldridge (Hrsg.): Proc.s of the 4th International Joint Conference on Autonomous Agents and Multiagent Systems (AAMAS'05), ACM, 2005, pp. 1295-1296

Pokahr, A., Braubach L., Lamersdorf, W.: „Dezentrale Steuerung verteilter Anwendungen mit rationalen Agenten“, in: P. Müller, R. Gotzhein, J. B. Schmitt (Hrsg.): 14. Fachtagung Kommunikation in Verteilten Systemen (KiVS’05), Springer-Verlag, Berlin New York, 2005, pp. 65-76

Pokahr, A., Braubach, L., Lamersdorf, W.: „Agenten: Technologie für den Mainstream?“, in: it - Information Technology, vol. 05/2005, Oldenbourg Verlag, München, 2005, pp. 300-307

Pokahr, A.; Braubach, L.; Lamersdorf, W.: „Jadex: Implementing a BDI-Infrastructure for JADE Agents”, in: ‘EXP – In Search of Innovation’, Special Issue on JADE, vol. 3, nr. 3, Telecom Italia Lab, Turin, Italy, September 2003, pp. 76-85

Sudeikat, J., Braubach, L., Pokahr, A., Lamersdorf, W.: „Evaluation of Agent–Oriented Software Methodologies – Examination of the Gap Between Modeling and Platform”, in: P. Giorgini and J. P. Müller and J. Odell (Hrsg.): International Workshop on Agent-Oriented Software Engineering (AOSE-2004), Springer-Verlag, Berlin New York, 2004, pp. 126-141


2.12 Foundational Research on Service-Oriented Computing (FRESCO)

Zirpins, Christian, Dipl.-In­form.; Picchinelli, Giacomo, Dipl.-Inform.; Lamersdorf, Winfried, Prof. Dr. et al.

Laufzeit des Projektes:

2002 – 2005

Projektbeschreibung:

Frühere Arbeiten zum Thema anwendungsorientierter elektronischer Dienst­leistungen („eServices”) konzen­trierten sich primär auf Fragen der wechsel­sei­ti­gen technischen Integration Hierbei wird vor allem die interoperable Kommunikation hervorgehoben. In diesem Sinne zielten die meisten internationalen Standar­di­sierungs­bemühungen wie z.B. BizTalk, RosettaNet und ebXML im Wesentlichen auf die Defi­nition und Realisierung entsprechender Interaktionsprotokolle auf verschiedenen Ebenen. Spe­zi­elle­re Kommunikationsprotokolle werden u.a. durch SOAP, WSDL, WSCL oder WSFL definiert. Die Rolle bisheriger Arbeiten kann dabei in etwa mit derjenigen von TCP/IP und HTTP in der Anfangszeit des World Wide Web ver­gli­chen werden.

Wesentliche Heraus­forderung für die Forschungsarbeiten im Projekt FRESCO war es, diese grundlegende Kommunikations­fähigkeit um operationale Fähigkeiten zu erweitern. Das Projekt schlägt dazu Konzepte und Methoden zur automatischen Aggregation und nahtlosen Komposition von eServices durch operational nutzbare Mehrwertdienste mit umfassenderer Funktionalität vor. Ziel ist die Spezifikation und technische Umsetzung eines Rahmenwerks, welches Netzwerken von Serviceprovidern die Modellierung, Realisierung und Erbringung zusammengesetzter Dienstleistungen erlaubt. Das so entstandene FRESCO-Rahmenwerk stellt dabei zum einen die konzeptionellen Grundlagen wie Kompositions- und Aggregations­modelle, zum anderen aber auch technische Werkzeuge wie eine integrierte Ent­wick­lungsumgebung für Dienstleistungsprozesse und spezifische Komponenten der Infrastruktur zur Dienstausführung bereit­. Ferner wurde eine ganzheitliche Methodologie erarbeitet, die die Anwendung des Rahmenwerks bei der Realisierung dienstleistungsorientierter Lösungen erlaubt. Technische Voraussetzungen waren dabei u.a. auch Ergebnisse vorheriger VSIS-Projekte wie z.B. COSMOS, DynamiCS und DySCo.

Schlagwörter:

Business-to-Business Integration; Electronic Business Services; Service Oriented Computing; Service Pro­vi­sion Support; Service- Composition, -Aggregation, -Coordination, -Monitoring; Workflow Manage­ment; GRID Computing; Web Services

Publikationen aus dem Projekt:

Byde, A., Piccinelli, G., Lamersdorf, W.: „Automating Negotiation over Business-to-Business Processes”, in: IEEE Computer Society (Hrsg.): Proc. 13th International Conf. DEXA 2002, 3rd International Workshop on ‘Negotiations in Electronic Markets - Beyond Price Discovery ’, Aix en Provence, Frankreich, September 2002, pp. 660-664

Ferdinand, M., Zirpins, C., Trastour, D.: „Lifting XML Schema to OWL“, in: Koch, N., Fraternali, P., Wirsing, M. (Hrsg.): 4th International Conference on ‘Web Engineering’ (ICWE 2004), München, Juli 26-30, 2004, Proceedings, Springer-Verlag, Heidelberg New York, pp. 354-358

Ferdinand, M.: „Ein generativer Ansatz zur semantischen Beschreibung von Geschäftsdokumenten“ in: GI Gesellschaft für Informatik e.V. (Hrsg.): Proc. ‚Informatiktage 2003’, Bad Schussenried, November 2003

Finkelstein, A., Lamersdorf, W., Leymann, F., Piccinelli, G., Weerawarana, S.: „Object Orientation and Web Services”, in: F. Buschmann, A.P. Buchmann, M.A: Cilia (Hrsg.) ‘Object-Oriented Technology’, Lecture Notes in Computer Science, vol. 3013, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, 2004, pp.179-189

Finkelstein, A., Piccinelli, G., Lamersdorf, W., Leymann, F., Weerawarana, S., Curbera F. (Hrsg.): Proc. 2nd European Workshop on ‘Web Services and Object Orientat